|
|
1月31日
|
Es schleppt sich ein Drache mühsam mit gebrochenen Schwingen durch die Dunkelheit.
Was ist passiert?
Drachen tragen viel Liebe in sich, die sie mit anderen teilen wollen. Sie suchen sich einen Menschen, der viel Leid erlitten hat und führen ihn zurück zum Licht.
Wenn ein Drache sein Herz verschenkt, dann für so lange, wie der Mensch lebt und seine Hilfe braucht.
Drachen wollen fliegen in den Himmel mit dir, dir zeigen, wie schön es dort ist.
Dort gibt es kein Leid mehr, nur noch Liebe.
Drachenreiter
Auf peitschenden Schwingen aus loderndem Rot Reitet ein Fremder, ohne Angst vor dem Tod Auf dem feuerspeienden Wesen der Nacht Und hat die Nacht noch nächter gemacht
Gefolgt von donnergrollender Pracht Vor ihm liegt Stille, die Stille der Nacht Und reißt die Wolken, die Wolken entzwei Die Welt liegt in Trümmern, es ist vorbei
Er schaut von weit, von weit herab Auf aller Ende, auf aller Grab Auf peitschenden Schwingen aus loderndem Rot Reitet ein Fremder, reitet der Tod
Der Drache der Nacht muß in der Dunkelheit bleiben, die Hoffnung ist zu einer jämmerlichen Gestalt geschrumpft und die Liebe traut sich nicht aus ihrer Ecke heraus. Auch würde die Kraft der Liebe nicht ausreichend sein, ihn vor den Strahlen der Sonne zu schützen.
So zieht er nun durch die Dunkelheit, sucht nach der Möglichkeit den Menschen zu helfen. Er fragt sich, warum läßt er es nicht zu, warum ist er gefangen bei den Alten der Welt.
Hast du auch den blauen Drachen am Himmel entdeckt, wunderschön wie mit Wasserperlen benetzt, wie er sucht und sich hinter weißen Wolken versteckt, als hätte ihn jemand ganz schrecklich verletzt.
Siehst du wie er seine weiten Bahnen zieht, und wie er manschmal an einem schönem Stern verweilt, doch immer misstrauisch in die Ferne sieht, und niemals lange am selben, kleinem Ort verbleibt.
Sagenhafter und stolzer Drache, was bloß ist nur aus dir geworden? Wer nur hat deine Sellenwache, damals nur versucht zu ermorden?
Hat deinen Glauben an das vollkommende Glück, an Hoffnung und wirkliches Vertrauen, mit nur einem Streich in dein sensibles Herz verzückt, kannst niemals mehr was ohne Angst aufbauen.
Fliegst von unserem Planeten zu neuen Sternen, um jemand ganz Besonderes zu finden, versuchst dein Glück in neuen, fernen Bergen, als allerletzter Versuch dich zu binden.
Der Drache der Nacht macht sich auf den Weg zu den Alten der Welt, um seine Liebe zu suchen.Sieben Tore muß er öffnen, sieben Welten durchschreiten, immer auf der Hut sein vor den Alten der Welt, denn sie sind in der Lage ihne zu fangen und zu töten. Es ist ein beschwerlicher und gefährlicher Weg dort unten,auch für Drachen. Wird er finden, was er sucht? Wird er die Kämpfe gewinnen, die ihm bevorstehen?
| | | 1月30日
|
Traumstunde
Traumstunde ist um Mitternacht, da tanzen die Elfen und Feen ganz sacht, da leuchtet der Mond besonders hell, da sind Zwerge und Kobolde frohe Gesell`n.
Um Mitternacht stehn alle Wünsche Dir offen, da kannst du dir alle Träume erhoffen. Zur Mitternacht ist die Welt wie ein Traum, du kannst ins Land der Märchen schaun.
Nur darf dich dabei keiner sehn, um Mitternacht, kann so vieles geschehn. Komm in mein Traumland und folge mir, die schönsten Träume zeige ich Dir.
| | |
|
|
Das Einhorn
 Ein Einhorn lief mal durch den Wald Es wollt spazieren gehen Da kam ein Förster angerannt „Wie ist das Wesen schön!“
Ich stell es in nem Käfig aus So kann es jeder sehn Und stell ein Schild auf „Hier ist noch ein seltnes Tier zu sehn
Gesagt, getan, das Tier es fand Im Käfig seinen Platz Den Weg im Wald Den liefen jetzt die Leute für die Katz
Das Einhorn nämlich dachte sich Was soll ich hier allein Da stoß’ ich lieber dann mein Horn Tief in den Dreck hinein
So stand es still und sah so aus Genau so wie ein Schwein Die Menschen kamen selten noch Bis in den Wald hinein
| |
Die Einhörner
sie sind so himmelsgleich, so anschmiegsam und doch sehr scheu und schweigsam.
So intelligent, sensibel und ehrlich,
sind sie für jeden, der glaubt unsterblich.
Sie tragen das gute in ihrem Herzen
und laden mich täglich zum Träumen ein;
von unbeschwertem Leben
und einfach nur vom Glücklich sein.
Doch wenn ich dann erwache,
aus diesem schönen Traum,
dann macht sich nicht nur Glück,
auch Trauer wieder Raum.
Doch eins darf ich behalten,
sie habens mir geschenkt.
Den Glauben an die schönsten
Fabelwesen dieser Welt.
Und immer wenn ich traurig bin,
so denk ich an das Glück,
als ich im Traume bei ihnen war,
ganz oft und gern zurück.
| | | 1月28日
|
Zauberwald
Ach, folg mir in den Zauberwald, Wandle auf dunklen Pfaden, Ein Zungentanz im Liebesspalt, In Lust will ich dich baden.
Will baden dich in meiner Flut, Ein steter Strom im Zauberwald, Im Flammenmeer brennendes Blut, Ein freier Fall ohne Rückhalt.
Und ineinander fallen wir, Beschützt vom Saft der Bäume, Verlieren uns im Jetzt und Hier, Im Zauberwald der Träume.
Zauberwald
Wie in einem geheimnissvollen Zauberwald ist er versteckt Nebelschwaden bleiern und schwer haben ihn verdeckt den mit Reif überzogenen Winterwald
Verträumt, fast silbern liegt er da wartet auf den Morgen Bis die Natur langsam erwacht der Nebel entweicht bis alles ganz rein und klar
Glutrot nun zwischen den Bergen kommt sie hervor, die Sonne schickt einzelne Strahlen als Boten hervor und tastet sich heran an den Zauberwald
Langsam ihre Strahlen den Wald erhaschen Ast für Ast, Zweig für Zweig bis alles plötzlich funkelt und glitzert
Eiskristalle als Reif getarnt, - kleinen Sternen gleich - tanzen um die Wette einen Strahl zu fangen
Der Nebel hat längst das Weite gesucht Berge nun zum Greifen nah In der Ferne hört man das Schreien einer Rabenschar
Ist es ein Traum oder ist er da der Zauberwald, er ist ganz nah.
| | |

Ode an die Drachen
O Stimme des Windes, O Geister von Eis, Erde, Luft und Feuer, Erzählet mir von den mutigen Riesen, Die in den Liedern so oft gepriesen. Kräfte der Ahnen, erfüllet mich mit eurer Macht, Auf dass ich kann singen, was sie fertiggebracht, Verleihet mir die Kraft der Vision, Erzählet, o erzählet mir schon.
Große Flügel, gigantische Beine, riesiger Rachen, Erzählet die ganze Wahrheit von den Drachen Erwähnet auch den Helden, Der sie in seinen Liedern unsterblich gemacht, Sagt auch wie man ihn umgebracht In jener düsteren, unheilvollen Nacht. Alles will ich wissen über seinen Drachen, Die starke und schöne Kreatur, Und sei es ein Wort nur. Und sei es ein Wort nur.
O Stimme des Windes, O Geister von Eis, Erde, Luft und Feuer, Erzählet mir von den mutigen Riesen, Die in den Liedern so oft gepriesen. Kräfte der Ahnen, erfüllet mich mit eurer Macht, Auf dass ich kann singen, was sie fertiggebracht, Verleihet mir die Kraft der Vision, Erzählet, o erzählet mir schon.
Stürmisch war es und kalt, Schnee lag im Wald. Nacht wars und kein Licht schien. Die große, weite Welt war düster. König Hegal errang drei Siege, Sein Kind in der Wiege Jedoch schlummert sanft und fein, Einst soll es König sein. Seine Mutter nannt ihn Gayan
O Stimme des Windes, O Geister von Eis, Erde, Luft und Feuer, Erzählet mir von den mutigen Riesen, Die in den Liedern so oft gepriesen. Kräfte der Ahnen erfüllet mich mit der Kraft Auf dass ich kann singen, was sie fertiggebracht, Verleihet mir die Kraft der Vision, Erzählet, o erzählet mir schon.
Zehn Jahre sind vergangen, Seit die Geschichte angefangen. Gayan wusst mit dem Schwert umzugehn Hegal liebt es sehr, anzusehn, Wie sein Sohn lernt Krieg zu führn. Dieweil will die Mutter Die dampfende Suppe umrühn Doch hart stichts ihr ins Herz, Versengen will sie der Schmerz, Röchelnd zu Boden sie fällt, das Gesicht entstellt.
O Stimme des Windes, O Geister von Eis, Erde, Luft und Feuer, Erzählet mir von den mutigen Riesen, Die in den Liedern so oft gepriesen. Kräfte der Ahnen, erfüllet mich mit eurer Macht, Auf dass ich kann singen, was sie fertiggebracht, Verleihet mir die Kraft der Vision, Erzählet, o erzählet mir schon.
Die Trauer war groß als man sie fand, den Kochlöffel in der starren Hand. Gayans Welt war geraten aus dem Lot, grausige Rache schwor er dem Tod. Am nächsten Tag gabs schreckliche Kunde, Feinde standen vorm Tor zur Stunde Vergessen waren Schmerz und Trauer, Denn Feinde stürmten die Mauer.
O Stimme des Windes, O Geister von Eis, Erde, Luft und Feuer, Erzählet mir von den mutigen Riesen, Die in den Liedern so oft gepriesen. Kräfte der Ahnen, erfüllet mich mit eurer Macht, Auf dass ich kann singen, was sie fertiggebracht, Verleihet mir die Kraft der Vision, Erzählet, o erzählet mir schon
Hegal ritt vor seinem Heer, doch kehrt er nie mehr. Vom Pfeil durchbohrt fällt er, das Schwert noch hält er. Gayan wollt das Sterben nicht mehr sehn Ich muss, dacht er, hier sofort weggehn. In Flammen stand später die Burg, doch Gayan ergriff die Flucht.
O Stimme des Windes, O Geister von Eis, Erde, Luft und Feuer, Erzählet mir von den mutigen Riesen, Die in den Liedern so oft gepriesen. Kräfte der Ahnen, erfüllet mich mit eurer Macht, Auf dass ich kann singen, was sie fertiggebracht, Verleihet mir die Kraft der Vision,
dunkler Zauber
Schwarze Zinnen düster Ragen hoch in die Nacht Über der Geister Geflüster Hebt der Wind sich mit Macht.
Umpfeift tosend die Türme, Heult in der alten Mauer. Wie tausend starke Stürme Liegt er auf der Lauer.
Unwirklich in der Ferne Blassen Lichtern gleich Funkeln matte Sterne Hinein ins dunkle Reich.
Der finstre kalte Garten, Und alles was hier Ruht, Sie müssen lange warten auf frisches warmes Blut.
Nur durch mächtgen Bann Werden sie am Ort gehalten, Keiner, der entkommen kann. Böses muss sich nun entfalten.
Schwärze kriecht empor "Lauschet, ihr Geister!" Es schallt grell im Chor: "Wir hören, o Meister!"
"In dieser finstren Nacht nach sehr langer Zeit ists endlich vollbracht. Seid alle bald bereit!"
Es brodelt heiß im Kessel, Und durch magischen Bann bricht des Dämons Fessel. Damit Böses sich entfalten kann.
Es bricht die Hölle los, Der Geister Geschrei Ist bald schon grenzenlos. Der Dämon ist wieder frei.
Doch dämmerts schon. Sonne wandert schnell Voll gnadenlosem Hohn Und das Licht scheint grell.
Geblendet durch das Licht Verliert sich alle Magie Und der Zauber bricht. Vollzogen wird er nie.
Geister huschen alsbald In ihre Gräber so kalt Es zieht sich zurück der Meister Und still sind wieder die Geister.
Langsam schob sich die blasse Scheibe Luniels über den nachtschwarzen Himmel und tauchte die Welt unter ihr in sanftes, fliederfarbenes Licht. Es war eine der seltenen, zauberhaften und unvergesslichen Nächte, in denen beide Monde, Luniel und Kalima, voll am Himmel standen. Kalima, orange leuchtend, schien auf seinen Freund zu warten, der mühsam zu ihm hinaufstieg, wie um ihn auf seinem weiteren Weg über das Firmament zu begleiten, der noch die ganze Nacht hindurch andauern würde.
Leichte Nebelschleier bedeckten den warmen Boden und ein gelber Luftdrache zog seine Bahnen über den Himmel um zu seiner Höhle zurückzukehren. Der Wind streichelte sanft seine Flügel, erzählte ihm Geschichten vom Beginn der Welt, während die zwei Monde ihm den Weg wiesen. Wie ein dunkler Schatten glitt die schlafende Landschaft unter ihm vorbei, doch er blickte sich nicht um, damit er sie näher betrachten konnte.
Die ersten Ausläufer eines Gebirges kamen in Sicht, und der Wind erzählte seine Geschichte weiter, dieselbe Geschichte, die er schon den Drachen der vorausgegangenen Generationen erzählt hatte, die Geschichte, die mit jedem Mal länger wurde. Da hatte der Drache seine Höhle entdeckt, sie führte, gut versteckt vor den Augen der Menschen, tief in das Herz der Berge hinein, und vom schillernden Licht der Monde umwoben glitt der Drache geschmeidig hinunter, nach Hause.
Einen Blick zum Himmel hinauf werfend, als ob er dem Wind gute Nacht wünschen wollte, verharrten seine Augen kurz auf der orangefarbenen Mondscheibe, dann drehte der Drache sich um und betrat die Höhle. Es war kalt dort und der Drache fror, doch er schüttelte nur den Kopf und legte sich auf den feuchten Höhlenboden.
Nach einer Weile öffnete er die Augen, da er nicht schlafen konnte, und ging auf den Höhleneingang zu; der Wind hatte aufgefrischt und sein Säuseln war zu einem Rauschen geworden. Der Himmel war wolkenlos und ließ die beruhigenden Strahlen der Monde bis zum Boden gelangen, der sie begierig aufnahm. Den Kopf auf die verschränkten Pfoten gelegt, betrachtete der Drache sie eingehend und blickte sehnsüchtig hinauf, die Kälte verges
Kalte Luft fuhr ihm in die Lungen und jeder Atemzug beförderte ein wenig von der Körperwärme des Drachen nach außen, doch er flog weiter, ohne Rast und ohne Unterbrechung. Das Eis an seinen Flügeln knirschte schon, als er sie bewegte. Die Lockungen des Windes und der Monde brachten ihn dazu, immer höher zu fliegen, doch das Eis hatte seine Flügel bereits umhüllt. Den sehnsüchtigen Blick zu den Monden und gleichzeitig hinüber in ein anderes Leben gewandt, stürzte der sterbende Körper des Drachen der schäumenden Brandung entgegen.
send und ein Zittern unterdrückend. Komm..., flüsterte der Wind. Komm zu uns...
Alle Müdigkeit flog von dem Drachen ab, er breitete die Schwingen aus und stieß sich vom Boden ab, obwohl er wusste, dass der Wind zu stark war. Luniel und Kalima hatten schon drei Viertel ihres Weges zurückgelegt und schon färbten erste rote Sonnenstrahlen den Horizont. Der Wind riss an den Flügeln des Drachen, der seine Flugrichtung nur schwerlich beibehalten konnte. Er flog immer höher und höher, obgleich es zunehmend kälter wurde. Die Welt unter ihm sauste vorbei und sah nun etwas bedrohlich aus. Bald konnte der Drache seine Flügel nur noch mühsam bewegen, denn es bildeten sich Eiskristalle an ihnen und sie nahmen beträchtlich an Gewicht zu.
| | | 1月27日
Der Schütze-Mann Um den Schützen sind fast immer Menschenmengen versammelt. Sie müssen sich erst einen Weg zu ihm bahnen. Aber werden sie nicht pessimistisch, er ist der grösste Optimist. Er verabscheut Unehrlichkeit das ist aber so ziemlich alles was er nicht mag. Seine Schwächen sind Takt- und Gedankenlosigkeit. Niemals ist er bewusst grausam, und man merkt es ihm auch sofort an, das dass was er da eben gesagt hat sehr unüberlegt war. Somit können sie ihm kaum böse sein. Sein Aussehen gleicht dem eines Pfadfinders. Aber in Liebesangelegenheiten ist er kein Pfadfinder ! Es ist gut sich das zu merken, falls er sie zu einer Wanderung zu zweit einladen sollte. Er führt ein etwas ober- flächliches Liebesleben, er sucht zwanglose Beziehungen. Frauen missverstehen die Haltung des Schützen oft und halten die Beziehung für ernsthafter als sie ist. Um ihn zu erobern müssen sie ihm nicht geben was er will, sondern sein was er sucht. Sind sie mit ihm verheiratet, so halten sie ihre Koffer immer gepackt. Sie werden viel reisen. Beschäftigen sie sich auch einmal allein und lassen sie ihm seinen Freiraum. Er brauchteine lange Leine. Sperren sie ihn nicht ein und dämpfen sie niemals seine Begeisterung. Üben sie sich darin seine Offenheit zu ertragen. Er ist ein Sportsfreund und liebt die Gesellschaft. Er wird sie gerne überall hin mitnehmen, wenn sie witzig sind und Menschen mögen. Der Schütze verabscheut passive Frauen und diejenigen die sich als Klette an ihn hängen. Der Schütze denkt mit Herz und Kopf. Er schenkt ihnen etwas seltenes
-Aufrichtige Liebe - Die Schütze-Frau Sie sagt nicht immer die Dinge, die sie hören möchten. Oft werden sich ihnen die Haare sträuben bei ihren entschiedenen Bemerkungen und peinlichen Fragen. Aber hin und wieder wird sie etwas so wundervolles sagen, dass sie sich wie im Himmel fühlen. Sie wird sie niemals belügen. Manchmal werden sie sich es sogar wünschen, sie möge es tun. Wahrscheinlich wohnt ihre Schütze-Dame allein, denn sie ist sehr unabhängig. Eines müssen sie gleich zu Anfang lernen, oder es wird sich nie eine echte Beziehung entwickeln. Wenn sie etwas von ihr wollen, so bitten sie sie darum. Sie lässt sich nicht herumkommandieren. Eine Schütze-Frau hat nicht die Absicht, ihre Individualität für irgendeinen Mann aufzugeben. Aber sie hat es ganz gern, wie eine Dame behandelt zu werden. Sie hat eine aufgeweckte offenen Art und ihre freimütige Offenheit führt oft zu Missverständnissen und Kämpfen, ganz zu schweigen von verletzten Gefühlen. Innerlich weint sie wahrscheinlich, aber sie wird so witzig antworten, dass ihre Freunde annehmen werden, das alles nur ein harmloser Flirt war. Sie werden wenig davon wissen wie nass ihr Kissen des Nachts ist, weil sie darüber grübelt, was sie nur gesagt hat, dass alles in Scherben gegangen ist. Nun sie wird weiterhin offen flirten ohne die geringste Absicht zu haben, eine dauerhafte Verbindung einzugehen. Sie wird vielleicht als kalte, herzlose Frau gelten. Aber sie hat so viele Interessen, ihr wird nie langweilig und sie geniesst das Leben in vollen Zügen. Sie hängt sich nicht an einen Mann, nur weil es alle um sie herum tun.
| |
|  | | | 1月26日
|
Zauber
Schreibst du vergess'ne Fragen auf? Ist doch ihr Sinn verloren. Warum hast du nicht zugehört, mit deinen süßen Ohren?
Hebst du zertret'ne Tränen auf? Da werd ich neue weinen. Warum nur tratest du erst drauf, mit deinen schönen Beinen?
Sag ich verklung'ne Worte dir? Sie klingen wie gelogen. Warum zerbrach die Melodie? Der Zauber ist verflogen.
Steh ich im Gehen lange rum, zaudernd, mich zu entfernen? Ich weiß es, uns're Zeit ist um. Möcht' wieder Zaubern lernen.
Fern in Welten träum ich dich Und mich: An deine Seite Welten, die dem Sonnenschein die tau’nen Fluren spenden
Welten deren Bergenland Auf sanftem Hügel ruht und Deren Buchten sanft benetzt Ein Meer in deinem Auge
Orte voller Zauberkraft, die deinen Lippen horchen die im Dunkeln sanft erglühn im Glanze deiner Haare
Glaube mir, es wär mein Wunsch Könnt ich als Magier dienen Eine Welt für dich gebaut Und mich erneut verführend
|
|

Vor unvorstellbar langen Zeiten weilten Drachen in der Welt, zogen durch endlose Weiten, kreisten hoch am Himmelszelt.
Die Hüter der Magie und Weisheit, mächtig, stolz, frei wie der Wind - doch Wandel löste ab ihr Walten, die Zeiten längst vergangen sind.
Die Nacht brach an für jene Drachen, finster, düster, schwarz und kalt. Wo einst zu hören war ihr Lachen dort wurd’ es still und stiller bald.
Ihr Flügelschlag verklang ganz leise, fast unbemerkt zogen sie fort, begaben sich auf weite Reise an einen stillen, fernen Ort.
Die Menschen wollten sie nicht mehr, grau und öde wurd’ das Land, wo Fantasie und auch Gefühle zusammen gingen Hand in Hand.
Vergessen, glaubt ihr, sind die Drachen? Verliert nur nicht so schnell den Mut, der Rhythmus ihres Schwingenschlages pulst immer noch in uns’rem Blut.
Er flüstert von uralten Zeiten, ein längst verlor’ner, fremder Klang, und bringt zurück aus fernen Weiten den lang vermissten Drachensang.
Der Fantasie sind nun entsprungen, Geschöpfe der Gedankenwelt, feurigen Atem in den Lungen ziehen sie über’s Himmelszelt.
Silberglanz auf mächt´gen Schwingen, Schuppenhaut im Sternenlicht, erzähl´n von wunderbaren Dingen - hört ihnen zu und stört sie nicht.
Die Augen funkelnd wie Diamanten, weise das Herz und voll Magie, sie bringen uns zu Unbekanntem, ins herrlich’ Reich der Fantasie.
Wie glühend’ Feuers rote Flammen, oder schwarz wie dunkle Nacht, gleißendes Licht auf Schimmerschuppen - in unser’n Träumen halten sie Wacht.
Mit weiten, wild geblähten Nüstern, Feuerflügeln, Drachenherz - Schwingen sich, leise wie ein Flüstern, über Trauer, über Schmerz.
Könnt ihr nicht seh’n die herrlich Wesen, unvergleichlich stolz und frei? Als wär’n sie niemals fort gewesen, sie waren mit uns - stets dabei.
Ihr müßt nur lauschen, müßt verstehen - Drachen sind stets bei uns hier, in unser’n Herzen möcht’ ich sehen dies wunderbare Schuppentier.
|
 | |
Dunkelheit - Lied des letzten Drachen
Dunkelheit, schwärzer als jede Nacht Vorbei, verloren, die letzte Schlacht In Ketten liegt nun was immer war frei Ich kann nichts mehr tun Nun ist es vorbei
Sie kamen aus Gier, auf der Suche nach Ruhm, sie glaubten, sie würden das Richtige tun. Verkauften ihre Ehre, verkauften ihr Leben, Verloren sich selbst in ihrem düsteren Streben Das Schwert in der Hand stürzten sie in die Schlacht Das Herz ward zu Stein, das Feuer entfacht
Vergessen ist die Eintracht aus den alten Tagen Sie glauben nicht mehr das, was die Alten sagen Die Freundschaft zu Drachen ist nur noch Legende Begegnest du einem, so ist es dein Ende Ein Drache, ein Monster, das tötet und raubt War das, was der vernebelte Verstand geglaubt.
Und so zogen sie aus, zu hunderten Mann, Waren gänzlich verblendet von des Wahnes Bann Die großen Hüter von Weisheit und von Magie Einen nach dem anderen erlegten sie Unermüdlich trieb es sie von Ort zu Ort, Sie fanden einen jeden Drachenhort.
Die Zeit war gekommen, der Kampf war nicht lang Das Feuer erlosch, der Flügelschlag verklang Majestätische Wesen einst stolz und erhaben Flüchteten nun bis sie sich in ihr Schicksal ergaben Der Glanz war nun matt, verschwunden das Lachen Alle getötet, bis auf den einen, den letzten Drachen
Dunkelheit, schwärzer als jede Nacht Vorbei, verloren, die letzte Schlacht In Ketten liegt nun was immer war frei Ich kann nichts mehr tun Nun ist es vorbei
Sie kehrten zurück, den Drachen gefangen Unter Lob und Jubel, die Barden sangen Seine Schwingen gestutzt, durch Ketten gebunden So nah am Tod, es schmerzen die Wunden Und niemand höret sein Klage-Lied Wer ist nun das Monster, der Mörder, der Dieb?
Im dunklen Verliese liegt er nun, der letzte der großen Weisen Haucht sein Leben aus, verlässt den Schmerz, begibt sich auf endlose Reisen Die Siegreichen feiern und werden geehrt, doch verstehen sie nicht des Verlustes Wert Das Licht weicht dem Dunkel, Fühllosigkeit herrscht statt Fantasie Der Drachen Flammen erloschen und mit ihnen ihre Magie
Dunkelheit, schwärzer als jede Nacht Vorbei, verloren, die letzte Schlacht Gefangen, ohn' Ausweg, was immer war frei Ich konnte nichts tun Es ist vorbei.
|
| | 1月25日
|
Ein endloser Traum
Ich warte auf die Nacht lasse mich treiben auf den Wellen meiner Träume. Ich stehe auf dem Hügel und hinter den Wolken weht noch immer der Wind
und nimmt mir meine Zweifel.
Ein endloser Traum ein Traum von Dir. Ich glaube, ich erhalte ein Zeichen von Dir. Heute Nacht möchte ich auch meine Gefühle verbergen wie Du es machst. Ich will die Nacht mit Dir zusammensein!
Ich jage jede Nacht bin der Sklave meines Traumes. Eine bebilderte Szene steigt im Dunst auf. Wir spielen ganz verwegene, gefühlvolle Spiele. Ich wende meine Augen ab und verberge meine Scham.
Ich sehe, wie all die Blumen dahinwelken im erhitzten Lebenshauch des dämmenden Tages. Ich erwache im Frühling und küsse Dein Gesicht, das so süß und brennend heiß ist. Ich spüre Deine Umarmung und schmelze dahin.
Ein endloser Traum, ein Traum von Dir...
| | |
|
Drache Gedicht
Am Himmel hoch, die Flügel breit Dort sieht man ihn oft fliegen Voll Arroganz und Eitelkeit Will er die Nacht besiegen
Ein Drache, anmütig und schön Mit stechend klaren Augen Die Menschen wollen ihn verstehn Sein Wissen in sich saugen
Doch hält er sich von Menschen fern Er fürchtet ihre Schmerzen So macncher trachtete ihm gern Nach seinem Drachenherzen
Der Drache stolz, so wunderschön Will weiter nichts als leben So kann er, wird er nie verstehn Warum sie nach ihm streben
So zieht er weiter seine Bahnen Am dunklen Himmelszelt Und niemand jemals wird erahnen Was er hält von der Welt
Wer einmal ihn von nahem sah In seine Augen schaute Dem wurd sogleich sonnenklar Was niemand ihm zutraute
Der Drache war gefährlich nicht Sein Blick war voller Schmerzen Er trug ein drückendes Gewicht
Auf seinem Drachenherzen
Die Arroganz und Eitelkeit Half ihm vor den Gedanken Die seine stete Einsamkeit In Herzensblut ertranken |
|
|
Die Eule
Dunkel ist es fortan wieder auf dem Pfad,
den ich begangen Verschließ mein Ohr
verschließ die Lider
vor dem was Eul' und Nachtigall mir sangen
So lieg ich hier und träume
teuer auf Ruhm und Wolken
wohl gebettet träum
von der Sonne, von dem Feuer
das einst mein Herz vor mir gerettet
Die Fackel, von der Sonn' befeuert,
die mich durch finstre Nacht geleitet,
nun auch der Eule Ruf erneuert,
die mich auf meinem Weg begleitet.
| |
|